TSE-Pflicht: was Ihre Kasse können muss.
Zertifizierte Sicherheitseinrichtung, unveränderbare Aufzeichnung, Export für die Prüfung. Was das konkret heißt - ohne Paragrafennebel.
Die Pflicht in einem Absatz
Wer ein elektronisches Kassensystem einsetzt, muss es nach § 146a AO mit einer zertifizierten Technischen Sicherheitseinrichtung betreiben. Die TSE signiert jeden Vorgang - Verkauf, Storno, Trainingsbuchung - fortlaufend und manipulationssicher. Was einmal aufgezeichnet ist, lässt sich nicht mehr stillschweigend ändern.
Diese Pflicht gilt heute. Sie ist keine geplante Regelung und kein Vorschlag, sondern geltendes Recht - unabhängig davon, was ab 2027 zusätzlich kommen soll.
Drei Dinge, die zusammengehören
In der Praxis werden drei Pflichten oft verwechselt. Sie hängen zusammen, sind aber verschieden:
- TSE-Pflicht: Die Kasse zeichnet mit zertifizierter Sicherheitseinrichtung auf (§ 146a AO).
- Meldepflicht: Die Kasse wird dem Finanzamt über ELSTER angezeigt - bei Neuanschaffung binnen eines Monats. Details unter Meldepflicht & ELSTER.
- Belegausgabepflicht: Der Bon wird ausgegeben, gedruckt oder digital. Die im Koalitionsvertrag 2025 vereinbarte Abschaffung ist nicht umgesetzt (Stand: Juli 2026).
Die TSE macht die Aufzeichnung sicher. Die Meldung macht die Kasse bekannt. Der Beleg macht den Verkauf nachweisbar. Keins ersetzt das andere.
Cloud-TSE statt Steckmodul
Eine Hardware-TSE ist ein physisches Modul im Kassengerät. Sie hat eine begrenzte Kapazität und ein Ablaufdatum - läuft sie aus, steht die Kasse. Unsere Cloud-TSE ist stattdessen als Modul eingebunden: kein Stecken, kein Tauschen, kein Ablaufdatum, das jemand im Blick behalten muss.
Für Sie heißt das ein Posten weniger auf der Liste. Die TSE kostet 9 € netto im Monat und ist zertifiziert; die Kasse bringt die Anbindung bereits mit.
DSFinV-K: der Export, den die Prüfung sehen will
Kassendaten müssen im DSFinV-K-Format exportierbar sein. Das ist kein Excel-Blatt, sondern ein festgelegtes Format mit Einzelaufzeichnungen, Stammdaten und TSE-Informationen. Die Kasse erzeugt es auf Knopfdruck - für einen Tag, einen Monat oder einen Prüfungszeitraum.
Dazu kommen Kassenbuch und Z-Bericht, die täglich mitlaufen. Für Ihre Steuerberatung geht zusätzlich ein CSV-Export heraus, der sich direkt weiterverarbeiten lässt.
Und wenn ich noch eine offene Ladenkasse führe?
Das ist derzeit zulässig. Dann gilt aber die vollständige Einzelaufzeichnung von Hand samt nachvollziehbarem Kassenbericht - in der Praxis mehr Aufwand und mehr Risiko als eine elektronische Kasse. Wer ohnehin über den Wechsel nachdenkt, sollte auch die geplante Entwicklung ab 2027 im Blick behalten, die Betriebe über 100.000 € Jahresumsatz betreffen soll - beschlossen ist sie nicht.
Kurz und klar beantwortet.
Was genau ist eine TSE?
Eine Technische Sicherheitseinrichtung. Sie signiert jeden Kassenvorgang so, dass er nachträglich nicht unbemerkt geändert werden kann. Vorgeschrieben ist eine zertifizierte TSE nach § 146a AO.
Hardware-TSE oder Cloud-TSE?
Beides ist zulässig. Eine Hardware-TSE steckt im Gerät und muss getauscht werden, wenn sie voll oder abgelaufen ist. Unsere Cloud-TSE ist als Modul eingebunden - nichts einstecken, nichts tauschen.
Was kostet die TSE bei Kassen Ost?
9 € netto im Monat als Zusatzmodul. Sie ist zertifiziert und in der Kasse bereits eingebunden.
Was passiert bei einer Kassennachschau?
Der Prüfer schaut, ob die Kasse mit zertifizierter TSE arbeitet, ob die Aufzeichnungen unverändert vorliegen und ob ein Export im DSFinV-K-Format möglich ist. Alle drei Punkte deckt die Kasse ab.
Brauche ich zusätzlich eine Verfahrensdokumentation?
Ja, sie gehört zu den GoBD-Anforderungen. Eine Vorlage für Ihren Betrieb stellen wir bereit.
Gilt die TSE-Pflicht auch für kleine Betriebe?
Ja. Sie hängt nicht am Umsatz, sondern daran, ob Sie ein elektronisches Kassensystem einsetzen. Eine offene Ladenkasse ist derzeit noch zulässig, aber an strenge Aufzeichnungspflichten gebunden.
Kasse ohne TSE? Das lässt sich schnell klären.
Sagen Sie uns, womit Sie heute kassieren. Wir sagen Ihnen, ob Sie handeln müssen.
